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Taufers im Münstertal
Urlaub im urigen Vinschgau

Urlaub in Taufers im Münstertal in Südtirol

Auf einer Meereshöhe von 1.260 m öffnet sich am Fuße der Malser Haide gegen Westen hin das Münstertal. Das naturbelassene Tal verbindet den Südtiroler Vinschgau mit dem Schweizer Engadin. Ein Gebiet, dessen historische Bedeutung auch in den Geschichtsbüchern nachgelesen werden kann.

Seit frühmittelalterlicher Zeit galten der Vinschgau und das Münstertal, auch Val Müstair, als Zankapfel zwischen der Grafschaft Tirol und dem Bistum Chur. So war das Grenzgebiet seit jeher eine überaus bewegte Region. Ein Stückchen Erde, welches auch im 15. Jahrhundert keine Ruhe finden sollte. Nachdem zuvor Tirol von Habsburg einverleibt worden war, bekämpften sich im Jahr 1499 in der Talenge des äußeren Südtiroler Westens Tausende Soldaten in der als „Schlacht an den Calven“ in die Annalen eingegangenen Auseinandersetzung zwischen den Drei Bünden und dem Schwäbischen Bund. Dort, wo einst Blut und Tränen flossen, obsiegte die Schönheit von Mutter Natur. Die insbesondere zur Herbstzeit farbenprächtigen Lärchenhaine des Calvenwaldes laden zum Wandern und Spazieren ein.

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Taufers im Münstertal

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Sportliche Naturerlebnisse in luftigen Höhen

Allgemein ist Taufers im Münstertal mit seinen Fraktionen Rifair und Bundweil als ausgewiesenes Wandergebiet bekannt. Gleich zwei Naturparks laden zu unvergesslichen Wanderausflügen in freier Natur: Der Nationalpark Stilfser Joch auf italienischer Seite und der Schweizerische Nationalpark im Kanton Graubünden. Flora und Fauna dieser so einzigartigen Region lassen sich hier wunderbar erkunden – ebenso wie die felsige Eiswelt, welche die Vinschger Ortschaft stolz umkränzt. Denn wem ein Ausflug entlang uralter Waalwege oder auch entlang des Stundenweges, der lange Zeit als Verbindungspfad zwischen dem Münstertal und dem oberen Vinschgau diente, nicht reicht, der unternimmt abenteuerliche Höhen- und Klettertouren. Wo, wenn nicht im Reich von König Ortler, dem höchsten Berg Südtirols, fällt dies leichter?

Wer von Rucksack und Wanderschuh nicht viel hält, der steigt auf Fahrrad oder Motorrad um. Ordentlich in die Pedale treten und dabei spektakuläre Panoramaaussichten genießen: die einzigartige geografische Lage von Taufers im Münstertal in Südtirol macht’s möglich. Gemütliche Radwanderer folgen entlang der Via Claudia Augusta den Spuren der alten Römer, Mountainbiker durchkämmen steinige Abgründe wie die berühmt-berüchtigte Uinaschlucht und Rennradfahrer aber auch Motorradfahrer erfreuen sich an den Spitzkehren aussichtsreicher Passstraßen, wie jener auf das Stilfserjoch, den Ofen- oder Umbrailpass.

Und weil wir grad dabei sind: Steile Hänge rasant hinunter sausen können Aktivurlauber hier auch im Winter. Gleich mehrere Skigebiete der Ortler Ski Arena stehen Ihnen zur Auswahl: Watles, Sulden oder Haideralm-Schöneben – Sie haben die Qual der Wahl. Doch Winterurlaub hat im Vinschgau in Südtirol viele Gesichter. Schneeschuhwandern und Skitourengehen sind voll im Trend und locken selbst weniger sportliche Feriengäste aus den erstklassigen Unterkünften wie Hotels und Ferienwohnungen. Nicht weniger beliebt ist das Langlaufen, denn das Langlaufgebiet rund um Taufers im Münstertal gehört zum Verbund Venosta Nordic mit 135 Loipenkilometer.

 

Impressionen aus Taufers im Münstertal, Vinschgau

 

Zeitzeugen einer wechselvollen Geschichte

Unübersehbar präsentiert sich am Eingang der Urlaubsgemeinde das alte Pilgerhospiz St. Johann, dessen Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen. In ihrer äußeren Erscheinung einer Festung ähnlich, lud und lädt die St.-Johann-Kirche Pilger aus aller Welt zur Einkehr. An Kunst und Malerei Interessierte erfreuen sich an den romanischen und gotischen Fresken. Absolutes Highlight: Eine Darstellung des Hl. Christophorus, welche als die älteste ihrer Art in ganz Tirol gilt.

Gar einiges an spannenden Geschichten zu erzählen, wenn sie doch nur könnten, hätten ebenso die Burgruinen Rotund und Reichenberg an den exponierten Sonnenhängen von Taufers im Münstertal in Südtirol. Im 10. bzw. 12. Jahrhundert von den Bischöfen von Chur erbaut und als Residenz genutzt, gingen die Wehranlagen später an die Freiherren von Reichenberg über. Die Anlagen verdeutlichen, welch gewichtige Rolle der heutige Urlaubsort im Südtiroler Vinschgau einst als Grenzübergang nach Graubünden hatte.