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Glurns, die kleinste Stadt Italiens

Urlaub in Glurns

Gemäuer und Einwohner der kleinsten Stadt Italiens hatten in der Vergangenheit so einiges zu ertragen: Opfer von Hochwassern wurden Mensch und Tier gleich mehrere Male – ebenso wie ein Raub der Flammen. Heute, Jahrhunderte später, ist das zauberhafte Städtchen Glurns im Vinschgau schmucker denn je.

Die heute knapp 900 Einwohner zählende Ortschaft steckte bereits einige Schicksalsschläge gekonnt weg. So gab es unzählige Überschwemmungen der Etsch - jenes Flusses, der den alten römern in Südtirol als "Athesis" bekannt war. Außerdem brach am 5. Jänner 1732 ein verheerender Brand aus, als rund 90 Gebäude, darunter Scheunen samt Vieh und Wohnhäuser, dem Erdboden gleichgemacht wurden. Heute ist Glurns die kleinste Stadt Südtirols auf einer Fläche von gerade einmal 13 Quadratkilometern.

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Wem also im Vinschgau-Urlaub nach Geschichte und Kultur zum Anfassen ist, der ist hier, im Geburtsort des 2009 verstorbenen Künstlers Paul Flora, genau richtig. Denn: Das Städtchen im Westen Südtirols ist Mittelalter im Miniformat. Und wahrlich, man muss erst gar nicht genauer hinsehen, um zu erkennen, dass einem Kulturhistorie und mittelalterlicher Glanz auf Schritt und Tritt begleiten. Da wäre zum Einen die vollständig erhaltene Stadtmauer mit ihren wuchtigen Türmen, die malerische Laubengasse oder etwa auch die 1495 fertiggestellte Pfarrkirche St. Pankratius unweit des Tauferer Tors. Das Gotteshaus wurde 1227 erstmals urkundlich erwähnt und seither mehrmals umgebaut; die letzten großen Sanierungsarbeiten fanden in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts unter der Federführung von Ortspfarrer Wilhalm Norbert statt. Neben der Beleuchtung, die der Geistliche selbst installiert hatte, wurden Mauern sowie der Treppenaufstieg zum Friedhof erneuert, Malerarbeiten getätigt und die Freskenbild der Heiligen Sippe freigelegt.

Vorbei an der Kirche schreiten Besucher auf verwinkelten Gassen, durch die wuchtigen Tortürme und bestens erhaltenen Lauben hindurch. Die Glurnser Laubengänge, die ein Vermächtnis einstigen Wohlstandes sind, passen nur allzu gut in das geschichtsträchtige Erscheinungsbild der Vinschger Stadtgemeinde. Ein interessantes Detail zu den Lauben in dem von den Einheimischen liebevoll als „Unterstadtl“ bezeichneten Ortsteil sei noch gestattet: Die eingangs bereits erwähnten mehrmaligen Überschwemmungen von Etsch und Rambach haben die Passagengänge mit Geröll, Schlamm und Schwemmsand aufgeschüttet. Darin liegt also die Erklärung für die auffallend geringe Durchgangshöhe der Lauben.

 

Impressionen

 

Buntes, sportlich aktives Urlaubsangebot

Der einst bedeutende Grenz- und Handelsort ist heute ein beliebtes Ferienziel im Obervinschgau. Zum bunten Angebot an erstklassigen Unterkünften wie Hotels, Campings oder Ferienwohnungen gesellt sich ein nicht weniger abwechslungsreiches Sport- und Freizeitangebot. Im Winter lockt das nicht weit entfernte Skigebiet Watles mit seinen familienfreundlichen Pisten, während sich passionierte Langläufer im Obervinschgau an den Loipen des Nordischen Skizentrums Schlinig, Prad am Stilfser Joch, Trafoi oder St. Valentin a. d. Haide erfreuen.

Zur Sommerzeit lädt der Tartscher Bühel zu spannenden Erkundungstouren. Das Wandern und Bergsteigen ist bei schönem Wetter in kaum einer anderen Südtiroler Urlaubsregion schöner – ganz zu schweigen vom Radfahren entlang der Römerstraße Via Claudia Augusta, welche an den altehrwürdigen Stadtmauern der Gemeinde Glurns vorbeiführt. Und wen all dies nicht zu beeindrucken vermag, stattet der Stadt spätestens anlässlich des traditionellen Bartholomäusmarktes oder etwa des Sealamorktes, dem großen Jahrmarkt zu Allerseelen, einen Besuch ab – es lohnt sich.