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Wassertreten in Prad
Als der bekannteste „Wasserdoktor“ gilt Sebastian Kneipp (1821 – 1897). Er entdeckte die heilende Kraft des frischen Nass und begründete die moderne Wasserheilkunde. Die ganzheitliche Idee der Kneippkur umfasst aber weit mehr als bloße Wasseranwendungen. Die Behandlung mit Wasser aber dient in erster Linie der Vorbeugung durch Abhärtung, folglich geringere Infektionsanfälligkeit und höhere Belastbarkeit.
Östlich von Prad, liegt, frei zugänglich und inmitten weiter Wiesen, die Kneippanlage. Hier wird das kühle Wasser des Nickbachs durch einen Kanal geleitet, der mit Platten ausgelegt und mit einem Geländer versehen ist. Laut Kneipp’scher Methode ist mit Storchenschritt langsam stakend das Bächlein abzuwaten. Die Unterarme kann man bis über die Ellenbogen in die Armbecken stecken. Bänke stehen zum Ausruhen bereit.
Auf Anfrage im Tourismusverein Prad werden auch fachkundige Führungen angeboten (Tel. +39 0473 616034).
Mit dem Wassertreten lässt sich zudem eine einfache Rundwanderung verbinden. In nur 45 Minuten ab der Kneippanlage erreichen Sie auf dem Weg Nr. 7, erst ansteigend, später eben, das auf einem niedrigen Hügel gelegenen Kirchlein zur Hl. Ottilia. Zur Hl. Ottilia, die blind geboren und durch ein Wunder sehend wurde, pilgern die Gläubigen bei Augenleiden. In weiteren 10 Gehminuten ist auch Tschengls erreicht. Zurück können Sie über den etwas tiefer verlaufenden „Prader Steig“.
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