|
|
|
zurück
Scheibenschlagen – eine Tradition im Vinschgau
Im Vinschgau gibt es noch viele Traditionen und eine dieser ist der Brauch des Scheibenschlagens. Dieser mittelalterliche Brauch findet jeweils am ersten Fastensonntag statt und fast die ganze Dorfjugend nimmt daran teil.
Nach dem Betläuten, bei Einbruch der Dunkelheit werden hölzerne Scheiben im Feuer zum Glühen gebracht, welche dann als Flammenräder „geschlagen“ werden. Die Scheiben selbst sind etwa 6 bis 15 cm groß und haben in der Mitte ein Loch, über das sie von einer fast zwei Meter langen Haselnussrute geschleudert werden. Während dem „Schlagen“ werden von den Jugendlichen überlieferte Reime aufgesagt. Ähnlich einer Sternschnuppe fliegt die Scheibe dann Richtung Tal. Fliegen mehrere Scheiben gleichzeitig, so sieht das aus wie ein Feuerwerk.
Der Brauch geht auf die Berufung der „Waaler“ am gleichen Tag zurück, jener Vertrauensperson, die das Wasser der Waale gerecht über die Felder der beteiligten Bauern verteilen mussten. Der Brauch soll die Fruchtbarkeit der Felder beschwören.
|
|
|
|