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Keschtnschelln in Taufers im Münstertal
Beim „Keschtnschelln“, einen alter Brauch in Taufers im Münstertal, laufen die Schulkinder am 01. März 2010 durch das Dorf und schellen kräftig mit den umgebundenen Kuhschellen.
„String, Strong, Gloggaklong, Glick indern Haus, Glick außern Haus, mocht an guat´n Langez aus! Lott di Kiah aus!“ rufen die Kinder dabei.
Begleitet von den Lehrpersonen, wird dieser alte Brauch alljährlich, im Besonderen vor den Bauernhöfen, gepflegt. Der Winter soll vertrieben und der „Langez“ eingeläutet werden. Früher war Taufers ein reines Bauerndorf und die Leute waren heilfroh, wenn die Kühe früh auf die Weide getrieben werden konnten, denn im Stadel war meist zu wenig Heu für zu viel Vieh. Von den Dorfbewohnern gerne angenommen, bekommen die Schulkinder Zuckerlen oder Geld, was für die Ausflüge verwendet wird. In früherer Zeit erhielten die Kinder durch lauten Gesang und Geläut, getrocknete „Keschtn“, daher der Name. Diesen Brauch vom „Keschtnschelln“ gibt´s nur in Taufers, sonst nirgends in Tirol. Es ist ein sehr alter Brauch, vielleicht heidnischen Ursprungs. Von den Faschisten verboten, wurde er in den 80er Jahren auf Initiative der Lehrer wiederbelebt. Der Chalandamarz im Val Müstair und Engadin ist ähnlich.
Foto: Chalandamarz / TV Taufers im Münstertal
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