Naturschätze im Vinschgau

Panorama vom VinschgauTartscher Bühel und König Ortler, Laaser Marmor oder der Nationalpark Stilfserjoch – Atemberaubende Naturschönheiten gibt es im Südtiroler Vinschgau wie Sand am Meer. Wer beim Wandern, Spazieren oder Bergsteigen mit wachsamen Augen durch die Naturlandschaft schreitet, dem offenbaren sich wahre Schätze.

Als markanter, kahler Hügel präsentiert sich der Tartscher Bühel, im Volksmund „Bichl“ genannt, großen und kleinen Besuchern im sonnigen Obervinschgau. Die weithin sichtbare Formation ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam für die Region: Fundstücke, die im Rahmen archäologischer Ausgrabungen ans Tageslicht befördert wurden, lassen darauf schließen, dass hier bereits in vorrömischer Zeit Menschen lebten. Neben seiner kulturhistorischen Bedeutung ist der Tartscher Bühel auch in botanischer Hinsicht etwas Besonderes. Dem Sonnenberg gleich, setzt sich der Bichl mit seiner kargen Steppenvegetation vom satten Grün der Wiesen und Obstgärten im Tal deutlich ab. Trockenes Gestrüpp prägt das Landschaftsbild.

Übrigens: Die im 11. Jahrhundert erbaute St. Veit Kirche, die weitum sichtbar auf dem 1.077 Meter hohen Rundbuckel thront, ist ein beliebtes Ausflugsziel. Kunstliebhaber werden die Räumlichkeiten des Kirchleins angesichts der nur mehr in Teilen erhaltenen romanischen Fresken mit etwas Wehmut begehen.

Natürliche Schönheit so weit das Auge reicht

An spektakulären Landschaftsbildern kaum satt sehen werden Sie sich im Nationalpark Stilfserjoch, dem größten Naturschutzgebiet Südtirols und einem der schönsten Naturparks Italiens. Auf einer beeindruckenden Fläche von rund 133.000 Hektar beherbergt dieses paradiesische Fleckchen Erde, welches seit 1935 unter Schutz steht, heimische Tier- und Pflanzenarten.  Eine Flora und Fauna, die beim Spazieren, Wandern und Bergsteigen auf eigener Faust oder in Begleitung staatlich geprüfter Bergführer erkundet werden will. Wer darüber hinaus mehr über das Reich von König Ortler, dem höchsten Berg Südtirols, erfahren möchte, den erwarten die Nationalparkhäuser aquaprad, avimundus, culturamartell und naturatrafoi. Spannende und lehrreiche Einblicke sind garantiert.

Laaser Marmor – das weiße Gold

Rom, Wien, London, New York: Vinschgaus wohl bekanntester Exportschlager ging und geht um die Welt. Und dies seit Jahrhunderten, nein, Jahrtausenden. Denn bereits die Meilensteine der römischen Handelsstraße Via Claudia Augusta sollen aus weißem Gold gehauen worden sein; später wurden damit Ansitze und Schlösser wie die Churburg prunkvoll verziert, Statuen erschaffen oder ganze Bahnhofsstationen wie das Grand Central Terminal in Manhatten / New York geschmückt.
Abgebaut wird das so reine und gleichzeitig so widerstandsfähige Gestein in Laas und Göflan, einer rund 600 Einwohner zählenden Fraktion der Gemeinde Schlanders. Wer sich ein Bild vom Abbau und der Verarbeitung des weltberühmten Laaser Marmor machen möchte, dem seien die eigens angebotenen Führungen und Expeditionen durch das Laaser Tal mit herrlichem Blick auf die Gletscherwelt empfohlen.

Alle Naturschätze im Vinschgau